Ringschatullen

040_Schatullen
001_LeisteIch hatte noch eine Leiste aus Ahorn und Nuss von einem früheren Projekt übrig. Schon öfter dachte ich mir dass man daraus einfach kleine Schatullen oder Ringetuis machen könnte. Das Bauen dieser Schatullen ist leicht an einem Nachmittag gemacht und eignet sich daher gut als Geschenk mit persönlicher Note auch wenn nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten bleibt.

005_Bohrung_fuer_Schwenkmechanik

008_Deckel_abtrennen

Ich habe die Rohlinge für die Schatullen von der Leiste abgelängt. Idealerweise hat man eine Leiste mit 50mm Querschnitt.  Meine Leiste war nur 3x5cm im Querschnitt und passt für kleine Ringe. Ich habe mit verschieden hohen Schatullen experimentiert. Die Schatullen bekommen einen ganz einfachen Mechanismus zum verschließen: Und zwar wird der Deckel in einer Ecke über einen Rundstab mit dem Körper verbunden und kann so geschwenkt werden.

010_Sacklock

In der Restekiste habe ich einen Messingrundstab mit 4mm Durchmesser gefunden. Mit dem passtenden 4mm Bohrer bohre ich als erstes in einer Ecke ein Sackloch für die Schwenkmechanik in den Rohling.

013_Schleifbrett

Nach dem Bohren des kleinen Lochs für den Schwenkmechanismus, kann der Deckel abgetrennt werden. Dazu mit der Handsäge oder falls vorhanden auf der Bandsäge einen ca 8mm dicken Streifen abtrennen. Anschließend wird die Vertiefung für den Ring mit dem Forstnerbohrer gebohrt. Egal ob im Bohrständer oder per Hand, wichtig ist dass man das Holzstück gut im Schraubstock oder durch Leisten fixiert.

016_Messingstab_ablaengen

Als nächstes werden alle Teile gut geschliffen. Ich habe mir für solche kleinen Teile ein Schleifbrett zurechtgelegt: Auf einem etwa 70x70cm großen Brett habe ich  dazu mit Teppichklebeband Schleifpapier in aufsteigender Körnung (60, 80, 120, 160) aufgeklebt. Vorne unter der Platte habe ich  noch eine Leiste angeschraubt, sodass das Brett gegen den Tisch anschlagt und nicht nach hinten wegrutscht beim Schleifen.

Nachdem alles gut geschliffen ist, wird ein Stück vom Messingstab mit der Metallsäge abgetrennt und probeweise durch Deckel und Schatulle gesteckt. Passt alles kann der Rundstab in den Deckel eingeklebt werden. Abschließend noch alles mit Wachs aufpolieren und fertig ist die persönliche Ringbox.

Natürlich kann man statt der Nuss-Ahorn Leiste auch andere Holzarten kombinieren oder die Schatullen einfach aus einer normalen Holzkantel fertigen. Statt dem Messingstab kann man auch genauso gut einen Holzrundstab verwenden.

PS: modellingperceptions wurde als einer von zehn Blogs zum Blog Award 2012 von 1-2-do.com nominiert. Es gibt tolle Preise zu gewinnen, und falls euch mein Blog gefällt würd ich mich über eure Stimme freuen! Hier geht’s zu den Nominierten und zum Voting.

042b_Schatullen046_Schatullen

You may also like...

10 Responses

  1. Klaus says:

    Das ist eine wirklich sehr schöne Idee um so ein schönes Reststück noch zu benutzen. Gefällt mir sehr gut !!

  2. Juliane says:

    Die Schatullen sind total schön und richtig romantisch! Außerdem ist es ein gutes Recycling-Projekt, Daumen hoch dafür. Du hast wirklich immer tolle Ideen! Liebe Grüße, Juliane von “Mach mal”

  3. Ralf Singer says:

    Hallo, wirklich sehr schöne Schatullen! Wieder ein Beweis, dass man mit ganz wenig viel Freude machen kann!!

  4. Dominik says:

    Servus Veronika,
    die Schatullen sind eine sehr schöne Idee!! Wäre ja ideal als Hochzeitsgeschenkt.
    Dein “Schmirgelpapierbrett” gefällt mir übrigens auch sehr gut. Die Idee von dir werd ich bei nächster Gelegenheit gleich übernehmen.
    Gruß, Dominik

  5. Marc says:

    Wie sorgst Du dafür, dass der Deckel nicht von der Messingstange rutscht? Du scheinst diese am oberen Ende irgendwie geplättet zu haben, aber man kann das nicht genau erkennen.

    • Veronika says:

      Hallo Marc,
      Die Messingstange ist in den Deckel eingeklebt und bewegt sich frei im Unterteil der Box. Die Messingstange erzeugt in der Box genug Reibung dass man die Box auch umdrehen kann ohne dass die Messingstange mit Deckel herausrutscht.

      • Marc says:

        Also ist die Drehung quasi “schwergängig”, wenn ich das richtig verstanden habe?

        • Veronika says:

          Genau. Ich habe auch überlegt den drehstab an der Unterseite der Schatulle in eine Scheibe die sich im Boden in einem sackloch frei drehen kann zu verleimen. Ist halt etwas mehr Aufwand, dafür wären dann Deckel und Schatulle fix verbunden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *